Kurzstreckenticket für Lilienthal und Landkreis

Das Kurzstreckenticket kommt – für Lilienthal und den Landkreis Osterholz. Das hat ein Vertreter des Zweckverbands des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (ZVBN), in Lilienthal angekündigt.

 

Lilienthal. Das Kurzstreckenticket kommt – für Lilienthal und den gesamten Landkreis Osterholz. Das hat Tim Semmelhaak, Leiter für Planung und Qualität beim Zweckverband des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (ZVBN), am Donnerstagabend im Lilienthaler Rathaus angekündigt.

In der Sitzung des Bauausschusses stellte Semmelhaak den aktualisierten Nahverkehrsplan des Verkehrsverbundes vor. „Die Einführung des Kurzstreckentickets für den Landkreis Osterholz ist ein ganz wichtiger Punkt“, sagte der Mann vom ZVBN. Es gelte in Bahnen und Bussen und steigere die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Wie in Bremen soll es einen Tarif für kurze Fahrten mit bis zu drei Haltestellen geben. „Ich gehe davon aus, dass das Kurzstreckenticket zum 1. Januar kommt“, erklärte Semmelhaak.

Die Regionalbuslinien 670 und 630 könnten als Landesbuslinien aufgewertet werden. Davon würden deren Fahrgäste profitieren. Semmelhaak skizzierte die Bedingungen des Landes für die Aufstufung und Förderung: werktags ein Stundentakt zwischen 6 und 20 Uhr, sonnabends ein Stundentakt von 8 bis 20 Uhr. Sonntags sollen die Busse alle zwei Stunden fahren.

Die Buslinie 670, die von Worpswede zum Bremer Hauptbahnhof führt, habe auch „eine hohe touristische Bedeutung“, sagte Semmelhaak. „Das Ziel ist, im nächsten Jahr mit der 670 zu starten.“ Länger dauere es bei der aus Zeven kommenden Linie 630, weil dort mit dem Kreis Rotenburg ein weiterer Landkreis betroffen sei.

Für eine bessere Busverbindung in die Kreisstadt sieht Semmelhaak dagegen wenig Chancen: Die Nachfrage sei gering, weil die Gemeinde Lilienthal wie Schwanewede eindeutig nach Bremen ausgerichtet sei. Über eine Verbesserung könne man erst reden, wenn das Nachfragepotenzial da sei, sagte Tim Semmelhaak. Der Bus-Kilometer sei teuer, er koste im Jahr eine sechsstellige Summe. So bleibt es bei den Schulbussen. Die steuern die Haltestellen in den Ferien nicht an.

Posted on 9. September 2017 in Landkreis, LiLi Live eG, Lilienthal

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